Wussten Sie, dass Akazien miteinander kommunizieren?

Sogar die stille Giraffe hat einige eindrückliche Taktiken entwickelt, um die Abwehrkräfte ihrer liebsten Nahrung zu überlisten. Die Giraffe kann mit ihrer dicken Haut, ihrem robusten Mund und ihrer geradezu akrobatischen 45-50 cm langen Zunge zwar dornige Bäume entrinden, die Akazien haben jedoch noch ein paar andere Tricks auf Lager, einschliesslich einer chemischen Kriegsführung.

Wenn die Giraffe von ihr frisst, aktiviert die Akazie ihr Abwehrmanöver und lässt ihre Blätter sich mit Tannin füllen, ein giftiger Stoff, wenn er in grossen Mengen verzehrt wird. Die Akazie kann sogar an nahe gelegene Bäume chemische Signale senden und ihre „Nachbarn“ darüber informieren, dass es Zeit ist, sich auf einen Angriff vorzubereiten. Doch selbst Gift lässt den Fressfeind nicht von der Akazie ablassen, denn die Giraffe verfügt über das perfekte Gegenmittel: ihre Spucke. Der Speichel einer Giraffe neutralisiert zwar das Tannin, hat aber eine etwas unelegante Nebenwirkung: Exzessives sabbern.

Dennoch gibt die Flötenakazie (A. drepanolobium) den Kampf nicht so leicht auf. Sie heuert Insekten-Söldner an, um ihre Dornen und Blätter vor hungrigen Angreifern zu verteidigen, doch auch die Ameisenarmee verschreckt diesen seltsamen Laubfresser nicht. Obwohl die Ameisenarmee äusserst bissig ist, spürt die Giraffe das davon erzeugte Stechen erst, wenn die Ameisen ihr in Mund und Nase herumkrabbeln. Das Zerkauen der Eindringlinge hilft in der Regel nicht, es gibt nämlich zu viele davon. Und sabbern hilft bei diesem Problem leider auch nicht. Es gibt nur noch eines, was die Giraffe machen kann: sie heraus lecken. Wenn sogar das nicht hilft, um wütende Ameisen loszuwerden, beschliesst die Giraffe, dass ein paar dornige Blätter des Kampfes nicht wert sind. Wenn man 20 Stunden am Tag essen muss, ist es wichtig Prioritäten zu setzten.

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